Kognitive Entwicklung

Der Begriff Kognition bezeichnet zum einen die Inhalte des Wissens und zum anderen die Prozesse, wie diese Wissensinhalte entstehen. Ihr Kind als Primarschulkind ist nun in der Lage, logisch zu denken und mehrere Dimensionen eines Problems zu beachten. Weiterhin kann es nur sichtbare, konkrete Probleme lösen. Ihr Kind kann nun Gegenstände nach verschiedenen Kriterien ordnen bzw. in eine Reihe bringen. Das räumliche Denken stellt sich ebenfalls ein, z. B. kann es ein grobes Bild seines Zimmers erstellen.

In diesem Alter verfügen die Kinder über Gedächtnisstrategien, können Dinge miteinander in Verbindung bringen und sie so abspeichern. Ihr Wissen über die Welt nimmt stark zu, die neuen Informationen werden immer leichter mit schon vorhandenen in Verbindung gebracht.

Der Einfluss der schulischen Wissensvermittlung wird immer wichtiger - unter anderem durch die Vermittlung der essentiellen Kulturtechniken: das Lesen, das Schreiben und das Rechnen. Hierbei spielt neben den äußeren Umständen (Größe der Klasse, Gestaltung der Lernräume) vor allem die Beziehung zu den Lehrern eine wichtige Rolle.

Je deutlicher Ihr Kind das Verhalten des Lehrers als anregend, hilfsbereit und fürsorglich erlebt, desto stärker entwickelt sich seine Lernmotivation und ein positives Sozialverhalten.


Lesen

In den 2 ersten Jahren steht die Lesetechnik im Vordergrund. Die Buchstaben werden mit Lauten in Verbindung gebracht und zu Wörtern verbunden. Einzelne, kleine Wörter können auch anhand ihrer Form erkannt werden. In der 3. und 4. Klasse kann Ihr Kind flüssig lesen und verbindet das Erlesene mit mentalen Bildern. Es liest zunehmend automatisiert. In der 5. Und 6. Klasse kann es Texten auch komplexe Inhalte entnehmen. Zudem kann es erkennen, ob es den gelesenen Text verstanden hat. Kinder, die gut lesen können, lesen in der Regel auch gerne und oft, was die Effektivität ihres Lesens steigert.


Schreiben

Hier geht es darum, die Buchstaben zu formen, aber auch um Rechtschreibung und Sinnerkennung des geschriebenen Textes. Ähnlich wie beim Lesen bedarf es der verschiedenen Phasen. Zunächst die Buchstaben, die dann zu Worten gegliedert werden, bevor die Satzzeichen hinzukommen und sich schließlich die komplexe Fähigkeit der schriftlichen Kommunikation einstellt.


Rechnen

Kinder haben schon sehr früh ein Verständnis für Zahlen, mit 5-6 Jahren entwickeln sie erste Rechentechniken (z. B. „auf den Fingern zählen“). In der ersten Klasse erlernen sie neue Rechenstrategien, zunächst die 4 Operationen im Zahlenraum bis 20, in den nächsten Jahren dann in den größeren Zahlenräumen.
 

Bei Fragen rund um die Entwicklung Ihres Kindes steht Ihnen das Kaleido Team gerne beratend zur Seite.
Drucken