Entwicklung Ihres Kindes

Ein Baby lernt gerade in seinen ersten Lebensmonaten und -jahren beinah täglich neue Fähigkeiten und erlebt einen Wachstumsschub nach dem anderen. Diese Entwicklung mitzuerleben, lässt Eltern immer wieder staunen und erfüllt sie mit Stolz. Es ist fast ein Wunder, was Babys und Kleinkinder innerhalb der ersten drei Jahre alles lernen.

In den ersten beiden Lebensjahren sammelt Ihr Kind Erfahrungen mit seinen Sinnesorganen und
seinen Bewegungen. Mit jedem Lebensmonat werden die Bewegungen des Kindes besser, da es verschiedene Möglichkeiten variiert und zunehmend koordiniert.

Die Entwicklung eines jeden Kindes ist individuell und erfolgt nach seinem Rhythmus. Es gibt lediglich bestimmte Eckpfeiler in der Entwicklung (Motorik, Sprache, soziale, emotionale und kognitive Entwicklung).

Grenzsteine der Entwicklung

Häufig wird davon ausgegangen, dass sich Kinder zeitlich in festgelegten Stufen entwickeln, wobei die einzelnen Entwicklungsschritte streng aufeinander aufbauen. Das würde bedeuten, dass die kindliche Entwicklung genetisch so weit festgelegt ist, dass sie genau vorhersehbar wäre. In der Praxis zeigt sich aber nur allzu oft, dass sich Kinder individuell unterschiedlich entwickeln. Obwohl die meisten Kinder sich nach einem aufeinander aufbauenden Schema entwickeln, gibt es doch auch genauso viele Abweichungen.

An dieser Stelle wird der Einfluss der Umweltfaktoren deutlich. Zu den Faktoren, die die Entwicklung beeinflussen gehören unter anderem auch die Art der Erziehung, kulturelle Einflüsse, gesellschaftliche Einflüsse und Umweltbedingungen. Diese Einflüsse machen es schwer, die Entwicklung eines Kindes zu beurteilen. In der medizinischen Praxis setzt sich deshalb immer mehr ein Verfahren durch, das sich an bestimmten Entwicklungszielen festmacht.

Beispiel: Entwicklungsziel „freies Sitzen“. Aus Untersuchungen in einer bestimmten Bevölkerungsgruppe weiß man, dass 90 bis 95 Prozent der Kinder mit 9 Monaten dieses Ziel erreicht haben. Diese Zeit wird dann zum Maßstab genommen, nach dem alle Kinder, die dieser Bevölkerungsgruppe zuzurechnen sind, beurteilt werden. Solche Ziele werden von den Medizinern "Grenzsteine" der Entwicklung genannt.
 

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